Franz Staggl bringt neuen Schwung in die Villa Blanka

Seit heuer hat die Villa Blanka mit Franz Staggl einen neuen Obmann. Das neue Jahr soll neue Ausbildungsmöglichkeiten, mehr Schüler, verstärkte Digitalisierung und einen Umbau bringen.

Der frisch gewählte Obmann der Villa Blanka Franz Staggl ist nicht nur selbst vor vielen Jahren in der Villa Blanka zur Schule gegangen, auch seine Kinder haben hier maturiert. Vielleicht liegt ihm deshalb so viel an der Schule. Auf jeden Fall hat er einiges vor. Ein Hauptziel ist es freilich, wieder mehr Schüler zu gewinnen. Allerdings hat man sich hier Grenzen gesetzt: „Wir wollen eher kompakt bleiben, dafür aber qualitativ hochwertig. Unser Maximum liegt bei zirka 300 Schülern plus 100 in unserem neuen internationalen Zweig“, skizziert Staggl. Momentan zählt die Villa Blanka 230 Schüler, davon 70% aus dem Tourismus oder tourismusnahen Branchen.

Staggl lobt Direktorin

Zu diesem Zweck will man bei der Ausbildung neue Wege beschreiten. Der angesprochene internationale Zweig ist ein solches Ziel, zu dem allerdings noch Genehmigungen fehlen. Weiter ist man dagegen schon mit der sogenannten „Kulinarischen Meisterklasse“. Die neue Fachausbildung mit dem Schwerpunkt auf Kulinarik in Küche und Service soll voraussichtlich im Schuljahr 2018/19 starten. Hier arbeitet die Villa Blanka auch eng mit Spitzenköchen und Gastronomieexperten aus der Praxis zusammen. Franz Staggl lobt in diesem Zusammenhang die neue Direktorin Sabine Wechselberger: „Unsere neue engagierte Direktorin ist sehr wichtig für die Weiterentwicklung. Es zeigen sich auch schon erste positive Auswirkungen, die ihr neuer Schwung mit sich bringt.“

Praxisbezug intensivieren

Der neue Schwung ist auch inhaltlich zu spüren. Die Digitalisierung macht auch vor der Hotellerie und Gastronomie nicht Halt und deshalb wird in Zukunft vor allem der Umgang mit der Technik forciert. „Ein Beispiel dafür ist der Umgang mit Buchungsplattformen und Bewertungen. Das war vor einigen Jahren noch kein Thema, in der modernen Hotelwirtschaft muss man sich damit aber auseinandersetzen“, betont Staggl. Dazu gehören auch die Schankanlagentechnik sowie das Arbeiten mit einer Hotelsoftware. Auf jeden Fall möchte man den Bezug zur Praxis intensiv ausbauen.

Ein weiteres großes Projekt, dass in Kürze ansteht ist der Umbau. „Das Problem der Villa Blanka ist, dass jedes Gebäude alles hat. Deshalb haben wir uns jetzt für eine klare Trennung ausgesprochen. In einem Trakt soll die Schule untergebracht sein, im anderen Trakt das Heim“, erklärt Staggl die Pläne. Auch die Anzahl der Zimmer soll an den Bedarf angepasst werden und von 190 auf 100 reduziert werden. Staggl: „Künftig soll es nur mehr Einzel- und Doppelzimmer geben, der Komfort wird also erhöht. Außerdem sollen den älteren Schülern Studios zur Verfügung stehen, die nicht mehr der Heimaufsicht unterliegen.“

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