Tschiderer – Schlachtabfälle werden zu Industrieprodukten

Hochprofessionell und nach neuesten Umweltstandards. Während Metzgereien in Tirol bis in die 1970er Jahre ihre Schlachtabfälle noch in Erdlöchern entsorgen mussten, haben sie heute im Oberländer Betrieb einen kompetenten Partner gefunden.

Die Firma Umweltschutz Tschiderer entsorgt Tierische Nebenprodukte (Schlachtabfälle, Knochen und Fette, etc.) in ganz Tirol. Sie werden nach europäischen Vorgaben getrennt eingesammelt und zur Weiterverarbeitung an Verwertungsbetriebe abgegeben. Daraus werden vor allem Düngemittel, Industriefette oder Biodiesel hergestellt. Durch die Gesamtabholung aller Tierischen Nebenprodukte bietet die Firma den Kunden ein umfassendes Service an.

Albert Tschiderer aus See im Paznauntal erkannte damals die Zeichen der Zeit und gründete 1975, gemeinsam mit seinem Sohn Michael, einen Betrieb, der sich der professionellen Schlachtabfallentsorgung verschrieb. „Wir fahren Metzgereien, Schlachthöfe, aber auch Handelsketten in ganz Tirol an und führen die dort anfallenden Produkte der Weiterverarbeitung zu", erklärt Michael Tschiderer und führt weiter aus: „2004 erfolgte die Kategorisierung der Tierischen Nebenprodukte durch EU-Verordnung, wodurch eine noch bessere Trennung der verschiedenen Produkte, die beim Schlachtprozess anfallen, vorgeschrieben wurde." Die Spezial-Lkw der Firma Umweltschutz Tschiderer steuern auch die Kühlhäuser der diversen Recyclinghöfe an, wo Gemeinden ihre Falltiere und Abfallprodukte bis zur Abholung aufbewahren. „Wir holen Falltiere aber auch direkt vom Hof ab."

Tschiderer expandiert mit Weitblick

Zum 40-jährigen Jubiläum wurde im Gewerbegebiet Tschirgant das neue Betriebsgelände fertiggestellt. Entstanden sind ein Bürogebäude, ein Lkw-Waschplatz und eine Kühlhalle zur Kühlung der eingesammelten Ware. Besonders stolz ist Tschiderer auch auf die im Zuge des Neubaus installierte 50 kWp Photovoltaikanlage, die auf allen Dächern der Betriebsgebäude sauberen Strom erzeugt und den laufenden Betrieb mit Energie versorgt. „Diese Anlage entspricht dem Jahresbedarf von ca. 10 bis 15 durchschnittlichen Haushalten", nennt der Chef die Zahlen.

Ein Teil des Geldes für den Neubau und die dadurch entstandenen Innovationen stammt aus den Töpfen der AWS-Investitionsförderungen und der Investitionsförderungen des Landes Tirol. „Hier war uns das Förderservice der Tiroler Wirtschaftskammer eine große Hilfe. Ich kann jedem Betrieb nur raten, sich von der Wirtschaftskammer über Fördermöglichkeiten beraten zu lassen", so Tschiderer.

„Durch den großen Einsatz unseres Teams konnten wir laufend Verbesserungen und Erneuerungen in allen Bereichen erzielen. Zu meiner Freude sind auch schon beide Söhne im Betrieb tätig. Christoph seit dem Jahr 2012 und Mathias seit 2015. Somit ist der Fortbestand unseres Familienunternehmens gesichert", blickt Tschiderer optimistisch in die Zukunft.

»Weitere Informationen: www.tschiderer.info

Achtung: Ein Förderantrag muss meist VOR Projektbeginn (= erste rechtsverbindliche Bestellung bzw. Beginn der Entwicklungskosten) bei der Förderstelle einlangen. Deshalb kontaktieren Sie das Förderservice der Tiroler Wirtschaftskammer bereits in der Planungsphase Ihres Vorhabens.

Prüfen: Die Förderlandschaft lebt, deswegen sollte bei Projekten, die über den alltäglichen, laufenden Aufwand hinausgehen, eine Fördermöglichkeit geprüft werden; dies gilt vor allem bei den Themen Investition und Energie, Entwicklung und Innovation, Beschäftigung, Weiterbildung, Beratung sowie bei Export- und Internationalisierungsmaßnahmen.

Überblick: Das Förderservice bietet einen Überblick über Wirtschaftsförderungen von Bund und Land und schafft Klarheit, ob ein Förderantrag sinnvoll und zielführend sein kann. Information und

Kontakt: Besuchen Sie zur Erstinformation auch unsere Homepage: www.wko.at/tirol/foerderungen oder rufen Sie uns zur persönlichen Beratung an: T 05 90 90 5-1383

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