Taurerwirt – Familienbetrieb der besonderen Art

In den vergangenen 80 Jahren hat sich der Taurerwirt in Kals am Großglockner von einer kleinen Jausenstation zu einem 4-Sterne-Haus mit 68 Betten entwickelt, in dem die ganze Familie mitwirkt.

„Meine Urgroßeltern haben vor 80 Jahren eine ehemalige Mühle des „Taurer“-Anwesens zu einer kleinen Jausenstation mit vier Zimmern für „Sommerfrischler“ ausgebaut. 20 Jahre später errichtete mein Opa Simon Rogl am heutigen Standort einen Gasthof, den meine Eltern Peter und Paula zu einem Hotel mit 68 Betten erweiterten“, erzählt Christoph Rogl – der jüngste von den vier Geschwistern, die zusammen mit der Mutter Paula heute die Geschicke des mittlerweile zum 4-Sterne-Haus avancierten Taurerwirts lenken, und berichtet weiter: „Seit dem viel zu frühen Tod unsers Vaters im Jahr 2007 führen wir das Hotel als Familien-GmbH mit fünf gleichberechtigten Gesellschaftern. Jeder hat seinen Verantwortungsbereich.

Unsere Mutter ist die Geschäftsführerin und unterstützt uns dort, wo eine helfende Hand gebraucht wird. Mein Bruder Sigi ist der Küchenchef und betreut überdies unser vor 30 Jahren errichtetes Wasserkraftwerk. Christine ist für den Wellnessbereich zuständig, wo sie auch ihr umfangreiches Kräuterwissen anwenden kann. Simone managt die Rezeption samt Backoffice und Marketing. Meine Bereiche sind Restaurant und Service; außerdem vertrete ich meine Mutter in der Geschäftsführung. Wertvoll ist schließlich noch der Part von Christines Ehemann Martin Gratz, der als Bergwanderführer, Musiker und mit Vortragsabenden die Gäste zu begeistern versteht“.

Herzliche Atmosphäre im Taurerwirt

Allen Familienmitgliedern gemeinsam ist die Liebe zur Natur, die sich in einem uneingeschränkten Bekenntnis zum Nationalpark Hohe Tauern manifestiert. Die Frage, wie man so viele Anschauungen unter einen Hut bringen könne, hört Christoph Rogl oft. „Bei uns gibt es alle zwei Wochen ein moderiertes Meeting, bei dem jeder die Zahlen seines Verantwortungsbereichs präsentiert. Anstehende Entscheidungen werden dann nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten, jedenfalls aber demokratisch, getroffen“.

In einem langfristigen Leitbild hat sich die Familie der laufenden Qualitätsverbesserung und Saisonverlängerung bei gleichbleibender Bettenanzahl verschrieben. Heuer wird der Taurerwirt im Herbst etwas früher zugesperrt, da ein weiterer Umbau ansteht, mit dem die stufenweise „Runderneuerung“ des Hotels abgeschlossen wird: Restaurant, Bar und Buffetbereich werden erneuert, der Wellnessbereich ergänzt und ein modernst ausgestatteter Seminarbereich für 50 Personen entsteht.

Was schätzen die Gäste so am Taurerwirt? Neben Komfort und hervorragender Ausstattung ist es die herzliche Atmosphäre, welche die Gastgeber und ihre vielfach langjährigen, großteils ebenfalls aus Kals stammenden Mitarbeiter vermitteln, und die gelebte Regionalität: Die verwendeten, hochwertigen Lebensmittel stammen vorwiegend von bäuerlichen Produzenten aus der Umgebung; Forellen und Saiblinge liefert der eigen Teich und für das gefragte Wildbret sorgt die Kalser Jägerschaft. Was wünscht sich der junge Hotelier für den Osttiroler Tourismus? „Wir müssen den Personennahverkehr ausbauen – da gibt es großen Nachholbedarf. Im Urlaub wollen viele ihr Auto stehenlassen – darauf müssen wir reagieren. Außerdem brauchen wir dringend Nachwuchs in den Tourismusberufen“.

»Weitere Informationen: www.taurerwirt.at

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