Innsbrucks Müllsammelsystem ist untragbar

Seit 20. März wird das neue Müllsammelsystem in allen Innsbrucker Stadtteilen angewendet. Auch wenn es die verantwortlichen Innsbrucker Kommunalbetriebe anders sehen, aber das neue System schadet mehr als es bringt.

Schon im Vorfeld der Einführung hatte WK-Bezirksobmann Karl Ischia vor den zu erwartenden negativen Folgen gewarnt. Nun meldet sich Stefan Mair, Gremialobmann des Tiroler Lebensmittelhandels, zu Wort.

Mair, der unter anderem ein Geschäft in der Stiftgasse betreibt, zieht eine ernüchternde Bilanz: „Unsere Befürchtungen haben sich leider voll und ganz bestätigt. Da die bisherigen Müllräume meist zu klein sind, werden vor den Häusern zusätzlichen Mülltonnen abgestellt, die vielfach geradezu überquellen.

Müllsammelsystem überdenken

Gerade in den engen Gassen der Altstadt ist die Situation untragbar. „Zum einen wird das Stadtbild verschandelt und zum anderen ist die andauernde Geruchsbelästigung schon jetzt ein Problem“, ärgert sich Mair und ergänzt: „Man mag gar nicht daran denken, wie es unter diesen Umständen bei hohen Sommertemperaturen stinken würde. Wenn es so weitergeht, gefällt die Innsbrucker Altstadt den Ratten bald besser als den Touristen.“

Für Ischia und Mair steht jedenfalls fest, das Müllsammelsystem muss überdacht und geändert werden: „Aktuell schadet das teure und umständliche System nicht nur den Innsbruckerinnen und Innsbruckern, sondern auch dem touristischen Image der Stadt. Das darf so nicht bleiben!“

 

Bild oben: Gremialobmann Stefan Mair (l.) und Martin Steinbacher vom Innsbrucker Stiftskeller bemängeln: „Das neue Müllsammelsystem macht die Situation in der Altstadt untragbar!“

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