Wachstum: Ein bisschen Sonne macht noch keinen Frühling

„Das Frühjahr ist eine Zeit des Wachstums. Auch auf wirtschaftlichem Gebiet könnte die Politik mehr davon haben – wenn sie es zulassen würde“, erklärt WK-Präsident Jürgen Bodenseer anlässlich der heutigen Eröffnung der Frühjahrsmesse.

Der Präsident hebt aktuelle Impulse seitens der Bundespolitik wie den Beschäftigungsbonus oder die Investitionszuwachsprämie lobend hervor, vermisst aber eine zusammenhängende Strategie: „Ein bisschen Sonne macht noch keinen Frühling“, so Bodenseer, „auf der einen Seite ein wenig Erleichterungen und auf der anderen Seite neue Belastungen blockiert sich gegenseitig“. Jürgen Bodenseer nennt Beispiele: „Astronomische Mehrfachstrafen im Arbeitsrecht, bürokratische Hürden und das geplante Aus für den bewährten Handwerkerbonus kosten Wachstumspotenziale, die wir bei anderen Rahmenbedingungen leicht nutzen könnten.“

Der Präsident verweist auf Deutschland, das mit mutigeren Bestimmungen im Bereich der Arbeitslosigkeit und einer konsequenten Budgetdisziplin seit drei Jahren Überschüsse erzielt – während in Österreich seit 55 Jahren hintereinander Budgetdefizite eingefahren werden.

Frühjahrsmesse Sinnbild für Wachstum

Für Bodenseer ist die Frühjahrsmesse geradezu ein Sinnbild für Mut und Wachstum: Sie erfindet sich immer wieder neu, setzt auf Innovationen und macht Einkaufen zum Erlebnis. Die Messe schafft es auch heuer wieder, on- und offline, Erlebnis und Information, Neu und Alt zu verschmelzen. Diese Flexibilität wünscht sich Bodenseer auch von der Politik. Er empfiehlt der Politik, die vorhandene Energie zu nutzen: „Lasst die Unternehmer einfach unternehmen! Das fördert das Wirtschaftswachstum, was sich sowohl in Arbeitsplätzen als auch in höheren Steuereinnahmen bezahlt machen wird.“