Neues Wirtschaftszentrum in Imst fördert regionale Stärken

Mit dem Gottstein Areal Imst entsteht ein Wirtschaftszentrum zum Thema Holz in Verbindung mit Wissenschaft und Kulinarik. Gründer Hansjörg Gottstein im Interview mit wirtschaft.tirol über die Idee dahinter.

Ein Einkaufszentrum für Handwerk mit einem Markt, der den typischen Lebensmitteln der Gebiete entlang der Via Claudia Augusta gewidmet ist. Kulinarium. Innovations- und Gründerzentrum. Werkstätten. Shops. Im neuen Wirtschaftszentrum „Gottstein Areal" in Imst sollen langfristig nachhaltige Projekte entwickelt werden.

wirtschaft.tirol: Die Gottstein GmbH & Co.KG ist als traditionsreicher Handwerksbetrieb zur Herstellung und Veredelung qualitativ hochwertiger Walkstoffe bekannt. Wie kam es zur Idee des „Gottstein Areals"?

Hansjörg Gottstein: Wir haben die Produktion im letzten Jahr von Imst nach Ötztal Bahnhof verlegt. Dadurch wurden circa 6.000 m2 für neue Bestimmungen frei. Zeitgleich wurde auch das 600 m2 große Gebäude der ehemaligen Billa Filiale frei und kann mitvermarktet werden.

Worauf liegt der Fokus der Vermarktung?

Er liegt auf drei Säulen. Erstens auf den Stärken und Vorteilen der Region. Dabei haben sich das Wissen um Holz, Holzbau sowie der Standort der HTL für Holzbau als tragfähig herausgestellt. Zweitens auf Produkten und Dienstleistungen, die nicht in der Region angeboten werden. Der gesamte Bezirk hat keine Sennerei, obwohl wir mit der Landwirtschaftlichen Lehranstalt beste Grundvoraussetzungen hätten. Zudem führt die Via Claudia Augusta als Hauptstraße direkt am Areal vorbei. Dabei bietet sich die ehemalige Billa Filiale als Verkaufsstätte für kleine und mittlere Produzenten von hochwertigen Lebensmitteln entlang dieser Nord-Süd Route an. Und die dritte Säule sind Dienstleistungen, die in der Region fehlen. Dabei hat sich Forschung und Entwicklung als größte Lücke herausgestellt.

Was ist das Ziel des Projektes "Gottstein Areal"?

Es geht darum, in Imst ein neues Zentrum zum Thema Holz, in Verbindung mit Wissenschaft sowie Kulinarik mit dem Blickwinkel Via Claudia Augusta zu schaffen. Das Innovations- und Gründerzentrum ist vorgesehen, um den Werkstoff Holz, Produktinnovationen und Start-Ups zu fördern. Für das Innovationszentrum ist eine Forschungsstelle zum Thema Holz, nachhaltige Bauweise, psychoakustische Lautstärke etc. geplant. Erstgespräche mit Experten wurden bereits sehr positiv geführt. Im ehemaligen Billa-Areal soll ein Kulinarium entstehen. Des Weiteren ist eine Käse-Veredelung geplant. Der Fokus liegt darauf, die Produkte erlebbar zu machen.

Es geht also um tragfähige Forschung, Produktion und Vermarktung?

Ja, wir wollen die Stärken von Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung an einem Ort bündeln und Synergien schaffen. Die Region kann sich in Zusammenarbeit mit jungen kreativen Praktikern, Wissenschaftlern sowie Universitäten und Schulen mit etablierten Firmen im Bereich Holz und Bau neu positionieren. Dadurch wird die Region attraktiver, die Infrastruktur gestärkt und es werden hochwertige Arbeitsplätze für die Jugend geschaffen.

 

Flächen: Bereits vergeben sind circa 1.700 m2 für das neue Erlebnis-Shopping von Gottstein alpine fashion sowie ca. 180 m2 für die Entwicklung und Vermarktung neuer Naturprodukte von Billes Naturwaren. Frei sind noch circa 3.000 m2 Hallen- und Bürofläche sowie 600 m2 für Lebensmittel.

Zeitplan: Im Laufe dieses Jahres soll das Kulinarium eröffnet werden. Die Hallen sollen im Laufe des nächsten Jahres komplett adaptiert und einer neuen Nutzung zugeführt werden.

 

Bei einer Informationsveranstaltung werden interessierte Unternehmer und Gründer über die Möglichkeiten einer Betriebsansiedelung im neuen Zentrum Gottstein Areal aus erster Hand informiert.

Wann und wo: 22. April, 14 bis 16 Uhr, Gottstein GmbH & Co.KG, Bundesstraße 1, Imst.

Info und Anmeldung: Anita Deutschmann, T 05 90 90 5-1228, E anita.deutschmann@wktirol.at

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