Nach „Griaß di“ auch das „Sackerl“ gerettet

Wieder wollte sich ein deutsches Unternehmen einen heimischen Begriff sichern und Lizenzgebühren kassieren. Nach dem Eingreifen der Wirtschaftskammer konnte das aber verhindert werden. 2013 hatte die WK Tirol bereits das "Griaß di" gerettet.

Dem Österreicher sein Sackerl bleibt ein freies Gut. Eine findige deutsche Unternehmerin hatte sich den Begriff als Wortmarke schützen lassen - und von österreichischen Unternehmen für die Verwendung eine Lizenzgebühr verlangt. Die Wirtschaftskammer Österreich hat dem aber einen Riegel vorgeschoben und die Marke wieder löschen lassen.

"Griaß di" als Aufdruck auf T-Shirts 2013 erwirkte die WK Tirol, dass der Ötztaler Jungunternehmer das "Griaß di" weiterhin auf seine Shirts drucken konnte.

Vor allem kleine Betriebe, die Kräutersackerl oder Ähnliches vertreiben, seien zur Kasse gebeten worden. Bei diesem Vorgehen bestehe aber "der dringende Verdacht eines unlauteren Geschäftsmodells", kritisiert WKÖ-Präsident Christoph Leitl.

Die WKÖ habe daher in Deutschland einen Nichtigkeitsantrag auf Löschung dieser Marke gestellt. "Sackerl" beschreibe lediglich eine Dienstleistung bzw. ein Produkt und könne daher mangels Unterscheidungskraft nicht eingetragen werden, so die WKÖ.

Das Deutsche Markenamt habe dieser Argumentation vollinhaltlich stattgegeben und die Wortmarke "Sackerl" aus dem Markenregister rechtskräftig gestrichen. Das "Sackerl" kann damit wieder frei verwendet werden.

Einen ähnlichen Fall hatte es rund um den Gruß "Griaß di" gegeben, der ebenfalls in Deutschland 2011 als Marke registriert und auf Druck der Wirtschaftskammer Tirol 2013 wieder gelöscht wurde.

 

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