Krebs durch Wurst? Tiroler Metzger kontern Studie!

WHO-Studie stuft Wurst und Schinken als krebserregend ein. Die Tiroler Metzger orten Image-Schaden durch „Feldzug gegen Fleisch“ und betonen Qualität der regionalen Erzeugnisse.

Sind Wurst und Schinken tatsächlich krebserregend? Das fragen sich seit Kurzem auch viele Tirolerinnen und Tiroler, nachdem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in einer Studie den vermehrten Konsum von verarbeiteten Fleischprodukten als gesundheitsgefährlich eingestuft hat.

Als „mehr als fragwürdig“ kritisiert Peter-Paul Schweighofer, Landesinnungsmeister der Tiroler Metzger, das Ergebnis der Studie: „Schlagzeilen wie diese verunsichern die Konsumenten. So sicher wie Weihnachten jedes Jahr kommt, gibt es jedes Jahr einen weiteren Versuch, Fleisch und daraus hergestellte Produkte zu verunglimpfen“. Derzeit laufe ein regelrechter Feldzug gegen Fleisch, dabei hinterfrage niemand die Studie, deren Ergebnisse immensen Schaden anrichten, so Schweighofer.

„Krebserkrankungen entstehen durch das Zusammenspiel verschiedener Faktoren wie z. B. Vererbung, Bewegung, Übergewicht, Alkohol u.v.m. – ob das die WHO berücksichtigt hat, ist mir nicht bekannt.“ Dass vor diesem Hintergrund nur das Fleisch herausgepickt wird und als Sündenbock herhalten muss, sei momentan leider allzu sehr in Mode, beklagt der Innungsmeister.

Tiroler Metzger bieten höchste Qualität

In der Ernährungsgewohnheit der Österreicherinnen und Österreicher spielt Fleisch traditionell eine gewichtige Rolle, für viele ist das Schnitzel am Sonntag nicht vom Speiseplan wegzudenken. Als Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung liefert Fleisch wichtiges Eiweiß, Vitamine (B2, B6, B12) und Mineralstoffe wie Eisen, Zink und Selen, auch wenn dies vor dem Hintergrund aktueller Trends, wie z. B. der veganen Ernährung, oft vergessen wird.

Unbestritten ist: weniger ist oft mehr. Darüber sind sich auch die Tiroler Metzger einig. Wer seinen Fleischkonsum etwas reduziert, dafür zum Metzger ums Eck geht, kauft heimisch und hochwertig. Statt Quantität ist viel mehr Qualität gefragt. Die gibt es jedoch nur beim Metzger um’s Eck: „Unser Fleisch wird nicht mit Hormonen und Antibiotika vollgepumpt. Diese Qualität hat natürlich ihren Preis“, so Schweighofer und betont die hohen Standards heimischer Produktion. „Die Entscheidung, hochwertige Produkte beim Metzger seines Vertrauens zu kaufen, liegt wie so oft beim Konsumenten.“

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